Forellenzucht im Landkreis Tirschenreuth

Auch die Forellenteichwirtschaft im Landkreis Tirschenreuth blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Bäche des Oberpfälzer Waldes und des Steinwaldes sind seit jeher ideale Forellengewässer, die auch hervorragende Bedingungen für die Zucht und Haltung dieser anspruchsvollen Fischarten bieten.

forellenzucht-2forellenzucht-1Bereits im Jahre 1881 befasste sich deshalb der ehemalige Feldwebel Engelbert Gmeiner in Bärnau mit der Vermehrung und Haltung von Forellen in Teichen. Engelbert Gmeiner war damit einer der Pioniere der Forellenteichwirtschaft nicht nur in unserer Region, sondern weit darüber hinaus. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs bildete die Erzeugung der heimischen Bachforellen  den Schwerpunkt. Doch bereits 1884 wurden Saiblinge und wenig später auch Regenbogenforellen  aus Nordamerika importiert und in Bärnau vermehrt.
Das Hauptabsatzgebiet für die in unserer Region erzeugten Forellen war früher vor allem das berühmte böhmische Bäderdreieck mit seiner illustren Kundschaft. Nach 1945 waren es ebenfalls wieder Forellenzüchter aus Bärnau, die entscheidende Innovationen verwirklichten. Bereits in den 50er Jahren wurden leistungsfähige und regional angepasste Regenbogenforellen gezüchtet. Auch die erste Forellenräucherei der Oberpfalz stand in Bärnau. Heute sind im Bärnauer Land einige der renommiertesten und leistungsfähigsten Forellenzuchtbetriebe und Forellenverarbeitungsbetriebe Bayerns beheimatet. Ein weiter. Schwerpunkt der Forellenteichwirtschaft im Landkreis Tirschenreuth ist der Steinwald.
Die Besonderheit der Forellenteichwirtschaft in unserem Landkreis ist auch heute noch die überwiegende Verwendung von natürlichen Erdteichen zu einer artgerechten und naturverträglichen Produktion.

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