Fischhof-Tochter Lena ist die neue Oberpfälzer Teichnixe

Die Oberpfälzer Teichnixe LenaWenn es eine geborene Teichnixe gibt, dann ist es Lena Bächer. Als älteste Tochter der „Fischhof-Dynastie“ aus Muckenthal sind Karpfen & Co. schon von klein auf ihr Metier. Seit Generationen sind die Bächers Teichwirte und Lena ist auf dem besten Weg, in die Fußstapfen ihrer Vorfahren zu treten. (Wenn nötig natürlich auch in Gummistiefeln.) Doch zuerst einmal tritt sie ein anderes Erbe an: als achte „Oberpfälzer Teichnixe“ wird sie für zwei Jahre die charmante Botschafterin der heimischen Fischzucht.

Seit 1999 gibt es das Amt der „Oberpfälzer Teichnixe“. In Anlehnung an Bierköniginnen, Weinprinzessinnen und ähnliche „Produkt-Hoheiten“ kürte die ARGE Fisch im Landkreis Tirschenreuth e.V. damals die erste Teichnixe, Carola Beer von der Fischzucht Beer in Kleinsterz. Die Teichnixen haben seitdem viele Termine und Veranstaltungen für die Teichwirtschaft bereichert und als sympathische Botschafterinnen für die traditionsreiche Fischzucht der Oberpfalz fungiert. Die kann immerhin auf eine fast 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Auch heute noch gibt es beispielsweise im Landkreis Tirschenreuth über 4.700 Teiche –besonders im Herbst ein echtes Erlebnis, wenn das Abfischen beginnt und die ganze Region die „Erlebniswochen Fisch“ feiert.

Lena ist nun bereits die achte „Nixe“ aus dem Land der 1000 Teiche – und quasi mit allen Wassern gewaschen. Schon von klein auf begleitete sie Papa Klaus Bächer bei der Arbeit an den Teichen und lernte von ihm alles rund ums Fische vermehren, setzen, füttern und fischen. Ob draußen oder zuhause im familieneigenen „Fischerstüberl“ als Servicekraft: Lena ist mit allen Facetten der Teichwirtschaft bestens vertraut. Am besten gefällt ihr, ganz „Nixe“, die Arbeit in der Natur und am Wasser, besonders das Füttern und Fischen: „Wenn man das Wurfnetz wirft und dann lauter gesunde und kräftige Fische fängt, ist das ein tolles Erfolgserlebnis!“ Lenas Lieblingsfisch ist der Zeilkarpfen – eine Karpfenart, die nur eine Reihe übergroßer Schuppen entlang der Seitenlinie hat. Auf dem Teller sind, neben Karpfen, Hecht und Schleie aus dem Backofen die Favoriten der Teichnixe – natürlich am liebsten, wenn Fisch-Koryphäe Oma Elsa sie zubereitet hat. Als Nixe wird Lena sogar Karpfenleder tragen – neben der offiziellen „Teichnixen-Schärpe“ ist auch das Mieder zu ihrem Kleid aus diesem besonderen Material. Bereits die Vorgänger-Nixe Carina trug ein aufwändiges Nixen-Outfit aus Karpfenleder nach Entwürfen der Schweizer Designerin Silvia Cabalzar. Für Lena wird dieses nun von der Schneiderei Kreuzer in Plößberg umgearbeitet. Weiterhin mit dabei ist neben Schärpe, Mieder und Tasche aus Karpfenleder natürlich „Fridolin“, das Karpfenzepter. Ab September ist Lena dann als Teichnixe unterwegs – zum Beispiel bei den Erlebniswochen Fisch. Für ihr Landwirtschafts-Studium wird sie ab Herbst zwar unter der Woche in Triesdorf sein, aber am Wochenende und in den Semesterferien will die hübsche Abiturientin den Fischen und ihrer Stiftländer Heimat auf jeden Fall die Treue halten.

 

 

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